Im Calenberger Land nimmt eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands weiter Formen an: Der Bau der SuedLink-Trasse. Auch im Abschnitt zwischen Ditterke und Göxe sind die Arbeiten inzwischen deutlich sichtbar und kommen Schritt für Schritt voran.
Die Region begleitet damit aktiv den Übergang in eine nachhaltigere Energiezukunft – und bekommt gleichzeitig einen seltenen Blick hinter die Kulissen eines der bedeutendsten Erdkabelprojekte Europas.
Ein besonders markanter Bauabschnitt ist die Unterquerung der Bundesstraße 65, die zwischen Ditterke und Göxe verläuft. Um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen und die Straße dauerhaft zu schützen, wird hier mit modernster Bohrtechnik gearbeitet. Mittels horizontaler Spülbohrung entsteht tief unter der Fahrbahn ein Tunnel, durch den später die Erdkabel sicher und geschützt geführt werden.
Für die Anwohner ist dieser Teil des Projekts zwar sichtbar – durch Baumaschinen, Baustofflager oder vorbereitende Erdarbeiten – aber gleichzeitig bemerkenswert unauffällig: Die B65 bleibt frei befahrbar, und der Verkehr rollt wie gewohnt weiter.
Auch im Stadtgebiet von Gehrden schreitet der Bau weiter voran. Die Trasse verläuft in diesem Abschnitt größtenteils abseits dichter Bebauung und durch landwirtschaftlich genutzte Flächen. Vor Ort wird der Kabelgraben auf mehreren hundert Metern Stück für Stück ausgehoben, mit Sandbetten vorbereitet und anschließend für die Aufnahme der Erdkabel ertüchtigt.
Sobald die einzelnen Teilabschnitte verlegt sind, wird der Boden wieder geschlossen, rekultiviert und der ursprünglichen Nutzung zugeführt. Ziel ist es, die Eingriffe so schonend wie möglich zu gestalten – ein Aspekt, der in der dicht besiedelten Region zwischen Deister und Leine von besonderer Bedeutung ist.
Für viele Menschen im Calenberger Land ist der Bau von SuedLink eine seltene Gelegenheit, die Energiewende direkt vor der eigenen Haustür mitzuerleben. Die fertiggestellte Verbindung soll später Windstrom aus Norddeutschland in den Süden der Republik transportieren und so das Stromnetz entlasten sowie die Versorgungssicherheit stärken.
Obwohl Großbaustellen naturgemäß Einschränkungen mit sich bringen, fallen die Baumaßnahmen in unserem Abschnitt kaum auf. Die regelmäßig kommunizierten Baufortschritte, klar ausgewiesene Wegeführungen und das Bemühen, Belastungen für Anwohner und Landwirtschaft so gering wie möglich zu halten, tragen dazu bei. Mit jedem verlegten Meter Erdkabel wächst ein Projekt, das weit über die Region hinaus Wirkung entfalten wird.
Das Calenberger Land spielt damit eine aktive Rolle beim Gelingen der Energiewende – und begleitet ein Bauwerk, das für kommende Generationen von zentraler Bedeutung sein wird.





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